15 November 2018

Der Kalender macht das Jahr - Eine kleine Inspiration für 2019

In der grauen und nassen Jahreszeit beginnen die ersten Gedanken an das, was in kaum mehr zwei Monaten kommen wird. Das neue Jahr steht quasi schon jetzt vor der Tür und wer kennt nicht dieses tolle Gefühl, sich mit einem neuen Kalender in den Händen, dem neuen Jahr und seinen Abenteuern zu nähern? Bei Tee und Kerzenschein, mit Stiften, Textmarkern und anderem Equipment ausgestattet, den noch blanken Seiten Leben einhauchen. Schon einmal die kommenden Termine strukturieren und die ersten Gedanken an freie Tage, wichtige Tage und Feiertage schweifen zu lassen.
Eine kleine feine Übersicht von Taschenkalendern habe ich euch herausgesucht. Ganz klassisch  dänisch zurückhaltend daher kommend, hat sich der Jahreskalender von Notem aus Kopenhagen, direkt ins Designherz eingeschlichen. Natürlich darf das Motto der Selbstliebe auch in 2019 nicht fehlen, weshalb man mit dem Kalender von Navucko täglich daran erinnert wird. Gleich mehrfach begeistert mich in diesem Jahr die Auswahl der schönen Wochenplaner von Marjolein Delhaas. Egal ob kupfern-spiegelnd, pink-blau-poppig oder minimalistisch in S/W - man mag sich kaum entscheiden. Wer sich schönste Illustrationen in seinem Begleiter für 2019 wünscht, sollte unbedingt einen Blick in das Frankie Diary werfen. Toll ist hier, dass noch kleine Gadgets, wie Aufkleber, Geschenkanhänger und Co im Innenteil zu finden sind, die dem Kalender noch das I-Tüpfelchen aufsetzen. Klassische Schlichtheit, offene Fadenbindung und direkt in zwei Größen zu haben, ist der Taschenkalender von ACD.Shop. Achtung, die Kalender sind, wie jedes Jahr, limitiert.
Als Mantra für ein gutes Jahr, eins in dem man sich nicht vergisst und immer auch an andere denkt, gilt für mich Nataschas Wandkalender. Anna Katharina Jansens Formen-Wende-Posterkalender macht schon morgens gute Laune auf alles was kommen mag. Auch bei Knallbraun springen Formen und klassisches Schwarz-Weiß direkt ins Auge. 
An der Wand war es in diesem Jahr hier ganz klar schwarz-weiß, wie auch beim Wandplaner von DoodleloveWer doch lieber ans blaue Meer und an die stürmische Küste träumt, der sollte sich die schönen Wandkalender von Helke Rah ansehen. 

Nun genießt die letzten Wochen des Jahres 2018. Ein Jahr, dass auch Mitte November noch Herbstgefühle aufkommen und Weihnachten so fern sein lässt. 

Habt es schön!

|Werbung wegen Produktnennungen!? - Es gab weder Zusendungen von Kalendermassen, noch Zuwendungen in Form von Geld. Sich im Netz durch schöne Dinge wühlen und sie mit euch teilen, einzig das hat mich zu diesem Post bewogen.|

15 Oktober 2017

Oslo fürs Herz...

Manche Städte sind es wert immer wieder aufs Neue entdeckt zu werden. Oslo ist eine davon. Im April diesen Jahres mit den letzten Schneeflocken, ging es im Oktober noch einmal - im feinstem güldenen Herbst - über das Meer ins Land der Fjorde. Sich treiben lassen. Ganz allein mit mir, keinen konkreten Plänen und dem Ziel entspannt zu reisen.
  
Mit dem Schiff ging es über das Meer, die Wellen kreuzend, gen Oslo.
 
Das Schöne an der Überfahrt ist sicherlich die weite der Ostsee, vorbei an Dänemark und Schweden, über die offene See. Am frühen Morgen der erste Blick auf den Oslofjord, noch in der Dämmerung und vor allem in vollkommener Ruhe. Diese Passage strahlt so viel Ruhe und Kraft aus, dass ich selbst Monate später in stressigen Momenten eine Art Anker habe, der mich gedanklich genau dorthin führt. 
    
  
Wer Oslo erreicht wird merken, dass hier der bauliche Wandel alltäglich ist. Neue Stadtteile, wie Aker Brygge, entstehen und an vielen anderen Orten der Stadt ist der erhaltende Bauboom sichtbar. Was sofort auffällt ist die konsequente Mischung der alten, kunstvollen Architektur, gepaart mit der Moderne und dem Design, für welches Skandinavien so berühmt ist. Die kurzen Wege mit Blickachsen, die immer wieder hin zu wolkenumsäumten Bergketten führen und eine unglaubliche Gelassenheit, lassen einen direkt ins Osloer Leben eintauchen. 
  
Wer Oslo erleben will, der sollte sich für Sneaker entscheiden und die Stadt per Pedes erkunden. Sich ganz einfach leiten lassen und immer der Nase nach, die schönsten Nachbarschaften, Cafés und Geschäfte dicht an dicht vor sich ausgebreitet vorfinden. Sehr empfehlen kann ich zum Beispiel den Weg durch den Schlosspark, den Hedgehausveien hinauf Richtung Majorstuen. Dort wechseln sich die bekannten Ketten mit kleinen, oft auch handwerklichen Geschäften ab. Einen Schlenker durch Seitenstraßen sollte man ruhig machen, da sich hier die wahren Perlen befinden und das typische Osloflair noch schneller aufkommt.
  
  
  
Oslo lässt sich ganz sicher innerhalb eines Tages erkunden, jedoch kommt das große Ganze dann viel zu kurz. Leider wird der Stadt immer nachgesagt, dass sie unglaublich teuer ist, aber für eine Übernachtung in wirklich modernen Hotels zahlt ihr kaum mehr als in Hamburg oder Berlin in weniger zentraler Lage. Hotelketten wie Scandic oder Thon [keine Werbeprostitution, sondern eigene Erfahrung] haben in direkter Stadtmitte unzählige schöne Häuser.   
Für mich ging es z.B. direkt in die Nebenstraße der Karl Johan Gate, der Prachtstraße Oslos. Nach wenigen Schritten befindet man sich zur einen Seite im tiefsten Shoppingtrubel und zur anderen Seite im kulturellen Zentrum aus Museen und Galerien.  
   
 
  
  
  
 
Um sich dem touristischen Trubel ein wenig zu entziehen, sollte man das direkte Zentrum jedoch meiden. Ob nun der Forgnerparken mit den riesigen Skulpturen des Bildhauers Vigeland oder das Schloss, man ist meist umzingelt von lauten Menschengruppen und sollte sich vor Selfiesticks in Acht nehmen. Aus diesem Grunde ist ein Bummel durch die bunte Nachbarschaft von St. Hanshaugen, Aker Kirke und Grünerløkka absolut empfehlenswert und macht wirklich gute Laune.
  
  
Für den Lukullus unter euch gibt es in der Vulkan Mathallen neben Restaurants und Cafés, Marktstände mit unzähligen Köstlichkeiten. Das Vulkangelände, direkt am Fluss Akerselva ist auch architektonisch ein kleiner Lichtblick. Man könnte von Bauharmonie sprechen. 
Sich durch die Straßen von Grünerløkka zu winden, lohnt sich meist doppelt. Alte Gebäude und die verschiedenen, vor allem künstlerischen Fakultäten der Osloer Universität, finden sich verteilt in der gesamten Nachbarschaft. Treiben lassen und mit offenen Augen das Stadtbild genießen. Mehr braucht es nicht, da man egal wo, immer etwas Schönes findet. 
  
Nur per Zufall bin ich auf das Zentrum des 22.Juli im Regierungsviertel gestoßen und habe mich dort mit dem Attentat durch den Rechtsterroristen Breivik beschäftigt. Am Ort des Attentats die Zusammenhänge verstehen und zu sehen, dass dem Attentäter selbst kein "Raum" eingeräumt wird und vor dem Ausstellungsgebäude selbst, der normale Alltag der Osloer Kinder stattfindet. Zum Ausgleich lohnt sich der Weg in den Botanischen Garten. Durchatmen und den Herbst aufsaugen. Obendrein das Architekturmuseum und der Tipp, dass viele Museen, wie auch die Nationalgalerie, am Donnerstag kostenfrei sind.
 
  
   
Ting   |   Paleet 
  
Pust Kaffebar   |   Nord Bakeri
   
Morgens am Hafen gibt es ab 7 Uhr frischen Fisch vom Kutter. Selbstverständlich mit dem goldenen Glitzern der Häuser am Fjord und der aufgehenden Sonne im Hintergrund.
Die Oper ist einer dieser hochfrequentierten Plätze der Stadt, doch im Moment des Sonnenuntergangs, sollte man diese friedliche Stimmung einfach genießen und realisieren, dass man in einer der schönsten Städte dieser Erde ist. Zufriedenheitsgarant pur!
Mit einer Schwemme an Bildern hoffe ich euch nicht überfordert zu haben und kann einfach nur sagen, dass auch ohne die genaue Angabe aller Shops, die es zu besuchen lohnt, eine Reise nach Oslo für euch wunderschön werden wird. Zumal ihr den üblichen Instagram-Design-Schnickschnack in jedem zweiten Geschäft findet und der Überfluss euch womöglich auch schnell zuviel werden könnte. Oslo ist die Stadt der Entschleunigung, der vielen Impressionen, des Schicks und der Bodenständigkeit. Eingebettet in eine traumhafte Fjordlandschaft, hegt sich in mir schon jetzt wieder diese tiefe Sehnsucht zurückzukehren. Kennt ihr dieses Gefühl?
Habt es schön!