18 November 2014

Get ya knit on! {Machen, nicht pinnen}



Die zweite Runde von Annes und Evas {Machen, nicht pinnen} wurde eingeläutet und ich bin begeistert, was für tolle Projekte entstanden sind. Im Vorfeld warne ich euch, denn es muss ja auch Menschen geben, bei denen aus den Pins nicht das wird, was es sein sollte.
Da sieht man in der gesamten Bloggosphäre und allen dazugehörigen Social Media Kanälen nichts anderes mehr als Selbstgestricktes und Gehäkeltes. An einem fiesen Regentag hatte ich dann keine Lust mehr neidisch auf den anderen Blogs vorbeizuschauen und dachte mir, dass es an der Zeit sei endlich mit dem Stricken zu beginnen. Also um die Ecke gerannt und in einem kleinen und feinen Stoff– und Wollgeschäft wieder gestoppt. Schon hunderte Male habe ich von Zpaghettigarn gelesen und bin dabei immer wieder auf Begriffe wie Anfänger, einfach und in Nullkommanichts gestoßen. Die Verkäuferin schaute ungläubig als ich ihr erzählte, dass ich ja unbedingt eine schöne Decke stricken wollte, ein typisches Anfängerprojekt eben. Denkste! Noch nie eine Masche angeschlagen, aber gleich Decken stricken. Pfft! Zwei Zpaghetti–Rollen eingepackt (dass sie ungeeignet sind für eine Kuscheldecke, ist mir nun auch klar, der Verkäuferin aber nicht), Nadeln in Größe 10 dazu und glücklich wieder nach Hause gelaufen. Die ersten Versuche kosteten mich Nerven und nach Stunden der Verzweifelung kam dann der entscheidende Tipp von meiner lieben Freundin Böner, die in New York zur selben Zeit ihre ersten Stulpen strickte. Mit diesem Tutorial habe ich dann tatsächlich Reihe um Reihe gestrickt und mich auch gar nicht wirklich darum geschert, wie viele Maschen die Decke breit sein müsste, immerhin hatte die Verkäuferin da was von "40 Maschen anschlagen, dann werden die zwei Rollen auf jeden Fall reichen" gefaselt. Nun ja, das ganze Strickdeckenprojekt hatte dann eher etwas von Nailed it statt Pinned it, aber seht selbst:
Nach nächtlicher Fertigstellung war nur ein Handyschnellbild möglich..


Da damit das Projekt Decke unrühmlich beendet wurde, musste ein Verwendungszweck für das im Freundeskreis mittlerweile als Teppich betitelte Strickdings gefunden werden. Gott sei Dank wollte ich ja als nächstes Projekt mit dem Häkeln von Utensilos beginnen und machte aus der Not eine Tugend. Ein wenig Restfaden und das Strickutensilo war geboren:

In der Weihnachtszeit wohnt nun der Baum drin, danach wohl Schals und Mützen
 
Falls jemand da draußen Utensilo Häkelanleitungen / Tutorials für handarbeitsunbegabte Linkshänder wie mich kennt, darf er sie mir gern mitteilen, denn es ist noch Zpaghttigarn übrig und die Häkelnadel schon gekauft. Den ersten Versuch kann man hier bewundern. :D

Habt es gut und lasst euch von euren Pins nicht unterkriegen! 

Kommentare:

  1. Coooooool!
    Superschön geworden. Hab neulich erst was ähnliches auf Pinterest gesehen, aber ich bin momentan einfach zu faul zum Stricken...
    Gefällt mir jedenfalls richtig gut, was du gemacht hast!

    Liebe Grüße und schönen Abend,
    Vera

    AntwortenLöschen
  2. Hihi, ich lach mich schlapp. Was für ein wunderbarer Beitrag zu unserer Aktion. Das wahre Leben eben. Und ich finde, dem Baum steht sein neuer Strickkorb ganz ausgezeichnet. Und jetzt ein Utensilo. Ich drück dir die Daumen, dass der Katzenhut doch noch irgendwie flach wird unten. ;)
    Liebste Grüße zu dir, und schön, dass du wieder mitgemacht hast.
    Eva

    AntwortenLöschen
  3. Aber für die erste Strickarbeit ist das doch wirklich toll geworden und die Tanne hat jetzt nie mehr kalte Füße! Ich habe noch etwas Wolle von meiner Weste übrig und überlege gerade, was ich damit machen könnte, vielleicht auch ein paar Blumenwärmer?
    liebe Grüße, Dani

    AntwortenLöschen
  4. Toll, wie du deine Strickarbeit weiterverarbeitet hast... Ichkannte dieses Garn bis eben gar nicht

    Liebste Grüße zu dir :-)

    AntwortenLöschen
  5. Das sieht ja voll super aus! Gut, dass es keine Decke geworden ist.

    AntwortenLöschen
  6. Ach Franse - wie herrlich ist denn die Geschichte? Da bist Du ja an eine ganz und gar wunderbare Verkäuferin geraten. ;)) Aber aus der Not eine Tugend machen hast Du gut drauf: das Weihnachtsbäumchenkleid sieht grandios aus!
    Alles Liebe, Julika

    AntwortenLöschen
  7. Hehe, ich habe mir das Stricken vor ein paar Jahren beigebracht, als ich allein in einer fremden Stadt mit einer Mittelohrentzündung im Bett lag. Und bisher ist so ziemlich jedes meiner Projekte im Müll gelandet. ;)

    AntwortenLöschen
  8. Mit einer Decke anzufangen ist aber sehr mutig. :) Da warst du wohl richtig motiviert. ;)
    Ich habe seit der Schule nicht mehr gestrickt oder gehäkelt, mich würde es aber auch sehr reizen, wieder damit anzufangen. Immerhin sieht man ja im Moment nichts anderes mehr ;)
    Die ganze Welt häkelt oder strickt vor sich hin. ;D
    Auch wenn es keine Decke ist, dein Aufbewahrungsdingsl ist wundervoll geworden und da kannst echt stolz auf dich sein.
    LG, Martina

    AntwortenLöschen
  9. Beim Fadenwerk in Kiel gibt es Strick- und Häkelkurse. Vielleicht ist das ja was für Dich?
    Nächsten Samstag um 14 Uhr ist wieder einer.

    AntwortenLöschen
  10. haha! :-) da erinnere ich mich gern an meine ersten strickversuche... aber über einen schal bin ich auch noch nie hinaus gekommen...

    AntwortenLöschen

Danke und Ahoi!