28 Januar 2015

Konsum! Was besitze ich eigentlich?

Natürlich haben schlaue Leserinnen (also alle) in der letzten Woche bemerkt, dass bei dem Mantra eine kleine Tücke eingebaut ist. Denn die Frage "Hab ich es schon?" ist leider meist nicht so einfach zu beantworten. 

Deshalb plädiere ich für regelmäßige Inventuren in den eigenen vier Wänden. Ja, Keller, Garage, Dachboden und andere Abstellmöglichkeiten zählen dazu. Da findet sich im Kofferraum sicher noch das eine paar High-Heels und im Keller, der seit dem letzten Umzug unangerührte Karton mit Vasen und Schnickschnack. Wenn man erstmal weiß, dass dreizehn Backformen (jaa, in verschiedenen Größen und Formen und Beschichtungen inklusive dezenter Staubschicht, aber nicht hier ;)) im Schrank stehen, wird man sich eher zurückhalten die vierzehnte zu kaufen (für Foodblogger gilt diese theoretische Annahme nicht!). Die Kleider mit Preisschild im Schrank oder die tot geglaubte Jeans, weisen dann den Weg, um auch hier den Gürtel etwas enger zu schnallen und nichts Neues zu kaufen - Na kommt Mädels, sonst wollt ihr doch auch ins erste Loch des Gürtels passen. ;)


Ihr habt unglaubliche Mengen an komischen Dingen gefunden, die sich seit dem Anbeginn der Zeit auf euren Kleiderstangen und in den Schubladen der Malm-Kommode festgebissen haben? Der Markenname lässt ein Verschenken nicht zu? Dann verkauft es z.B. bei Kleiderkreisel oder über Facebook-Gruppen eurer Stadt, gebt es der besten Freundin, der Nichte oder wenn ihr es nun doch leid seid, der Kleidersammlung (statt der vollgestopften Container freuen sich vor allem Obdachlosenhilfen, Stadtmission, Caritas etc.)


Eine richtig gute Erfahrung habe ich selbst bezüglich Deko- und Vintageartikeln gemacht. In Wohncommunities, wie So leb ich u.a., habe ich gleichgesinnte Flohmarkt- und Sammelnerds kennengelernt und mit ihnen Tauschpakete versendet. Anhand der hochgeladenen Bilder hat man einen ersten Eindruck von der Wohnung des Gegenübers und ein paar Nachrichten später, weiß man dann schon was die Tauschpartnerin sich wünscht, was ihr gefallen würde und wie man sie überraschen kann. Bei uns wurden noch ungefährer Tauschwert und ein Datum festgelegt. Bei mir fühlte es sich meist an, wie Weihnachten und Ostern zusammen! Ach und selbst der Kaffeetausch geht weiter, auch nach Weihnachten.

Eure vielen Kommentare zu den vorherigen Konsumposts waren gefüllt mich tollen Gedanken und den besten Ideen, den Konsum einzuschränken. Einige gehen nach dem System "Give and Buy" vor. Es wird erst etwas neues angeschafft, wenn etwas altes gegangen ist. Andere sind streng und kaufen für die kaputte Tasse eine neue, andere verkaufen Bücher und kaufen wiederum für den Erlös einen Kindle. Julika hat beispielsweise im vergangenen Jahr viele Flohmärkte besucht [hier findet ihr alles was sie dazu geschrieben hat], um sich einen Traumurlaub in Thailand, Bali, Singapur und einigen anderen südost-asiatischen Hotspots, noch traumhafter zu gestalten.
                                      
                                      
Beneidenswert toll sind die paradiesischen Eindrücke per Instagram!

Wie man nun selbst noch aktiver werden und den Konsum in andere Bahnen lenken kann, werde ich im nächsten Teil angehen.

Kommentare:

  1. Ich glaube, am Wochenende muss ich mich auch mal an meinen Kleiderschrank machen. Da schlummert sicher noch so das eine oder andere...
    Liebe Grüße, Dani

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  2. Der Mann hat es drauf:

    https://www.youtube.com/watch?v=b-zV8aGDCTE

    LG Tobias

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  3. ich freu mich schon so auf die semesterferien, da hab ich nämlich auch eine großentrümpelung geplant. das versuche ich mindestens einmal im jahr zu machen. nimmt viel zeit in anspruch, tut aber auch unglaublich gut. dieses jahr will ich auch vermehrt darauf achten, dass ich nicht mehr so viel kram anhäufe, was ja schnell geht, vor allem der papierkram...

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  4. ...ich kann es nur immer wieder betonen: Auch wenn man bezüglich Konsum so richtig in die Eisen tritt- man muss auf nichts verzichten! Denn man hat ja eigentlich schon alles, ergo braucht man sich kaum noch was Neues zu holen. Fohmärkte sind für mich eine tolle Gelegenheit, meine aussortierten "Brocken" loszuwerden. Und es macht sooo viel Spass noch dazu! Dann agiere ich wirklich oft nach dem Gedanken: Neues erst, wenn Altes hinüber ist. Und Tauschen ist auch eine ganz tolle Geschichte. Man kann sich also fragen, warum man sich das überhaupt antut, jedem neuesten, letzten Schrei hinterherzuhechten, nur um dann festzustellen, dass Tausende andere ihn auch zuhause haben. Individualität ADE! (Individualität ist übrigens eines meiner Lieblingsworte, *ggg*!) Selbermachen ist was Schönes, denn zu den Dingen, die in den eigenen Händen entstanden sind, hat man eine ganz andere Verbindung. Bei mir gibt es viel Selbstgeklöppeltes, und ich liebe die Teile wirklich!
    Für meine Ferien im März habe ich eine rigorose Kellerentrümpelung geplant. Ich kann ihn nicht mehr sehen! Und in der Wohnung gehts auch unbeirrt weiter. Es ist sooo befreiend! (Kann sein, dass ich mich da wiederhole! ;oD)
    Ich wünsch dir einen sehr schönen Abend, bis bald!
    Hummelzherzensgrüsse!

    PS: Und ich freue mich auf mehr "Konsumvermeindungsstrategien" hier!

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    1. Befreien um die Individualität wiederzufinden, so kann man es ja fast bezeichnen. Ich drück dir die Daumen für die Entrümpelung und denke, dass es für dich ein Leichtes sein wird ;)

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  5. Ich würde auch gerne nochmal komplett entrümpeln (Meine Kollege heute sehr süß: Na, so viel kann das ja gar nicht mehr sein...), aber momentan fehlt es mir irgendwie an Muße und Lust. Ich habe ja schon sehr reduziert und komme immer mehr bei den Sachen an, wo es etwas schmerzt. Aber brauche ich 20 Paar Socken?!? Also, selbst gestrickte Wollsocken - nö, mir reichen vielleicht fünf Paar.
    Ich habe sie aber alles geschenkt bekommen. Trotzdem würde ich sie gerne reduzieren, weil sie eine komplette Schublade in der Malm-Kommode belegen :o)
    Ein paar Dinge möchte ich aber auch hochwertig ersetzen - Geschirr und Handtücher, aber ich kann mir für nix neues entscheiden.
    Liebe Grüße Nanne (musste meinen Kielurlaub wegen Krankheit absagen :o((

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    1. Schade, dass du nun doch nicht herkommst, aber das Wetter ist grad nicht sonderlich einladend. Oft denke ich auch, dass die ganzen Stapel an Kleidung zu viel sind und das was sich im Haushalt so alles befindet. Ich hoffe auf die Zeit, in der eine größere Wohnung bezahlt werden kann und dort, vor allem auch hochwertige und langwierige Dinge, wirken können :)

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  6. ... und ich werde weitermachen! Der Urlaub war so genial, das ich heute, einen Tag nach Ankunft in der Heimat, schon wieder los möchte. Himmel! Also heißts weiter minimieren, keinen neuen Kram anschaffen, der nicht wohl überlegt ist, und sparen sparen sparen - damit der nächste Tripp nicht so lang auf sich warten lassen muss. : )
    Ganz ganz liebe Grüße! Julika

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    1. Ach Julika, das Wetter macht es einem hier auch leicht, wieder fliehen zu wollen. Schön, dass du wieder ein Ziel hast und sparen soll ja nicht heißen zu verzichten, wie man an deiner Traumreise eindeutig erkennen kann!

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  7. unter unserer treppe stapeln sich schon seit 3 jahren diverse kartons mit aussortierten sachen. bisher hatte ich nie lust, sonntagnacht um 4 aufzustehen, um zum flohmarkt zu fahren. aber dieses jahr wird es was, denn erfreulicherweise gibt es hier jetzt auch einen nachmittagsflohmarkt. und julikas tipp, sich mit verkäufen seinen urlaub aufzubessern, ist gold wert! manchmal kommt man nicht auf die einfachsten ideen! und den kleiderkreisel werd ich auch mal bemühen!
    danke für deine serie und noch herzlichen glückwunsch zum bloggeburtstag!
    mano

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Danke und Ahoi!