11 März 2015

Konsum? Verzicht! - Acht Wochen später...

Der zweite Monat der Konsumkontrolle ist vorüber und es wirkt, als wäre da nie etwas anderes gewesen. Es werden Lebensmittel gekauft und ich brauche auch noch immer meine Blumen um mich herum. Genauso mag ich es mir auf dem Markt einen legendären Kaffee und ein Croissant zu kaufen. Zeitschriftenkäufe werden weniger, einfach weil ich merke, dass mich der Inhalt immer mehr enttäuscht. Alles schon zuvor auf Blogs, per Pinterest oder in Onlineshops gesehen, dann lieber ein schönes Coffeetablemagazin als drei Wohnzeitschriften. 
Wegen meines Geburtstags gab es eine finanzielle Spritze für meinen Sprachkurs inklusive Bücher und ich habe mich noch dazu durchgerungen, eine Powerbank zu kaufen. Die steht seit mehr als einem Jahr auf meiner Wunschliste und ist so unheimlich praktisch, weil mein Handyakku immer in der Prärie oder zu ungünstigen Zeitpunkten leer ist. 
Mein Schrank wurde in den letzten Wochen so extrem entleert, dass ich dringend zwei neue Shirts mit kurzen Ärmeln brauchte. Viel ist gegangen, so darf dort Neues kommen, wo eine spürbare Lücke klafft.  Für eine kommende Familienfeier benötige ich "Ausgehschuhe", doch das bestellte Paar ging postwendend zurück, denn nach einmal Tragen wären sie -aufgrund fehlender Bequemlichkeit- sowieso in der Ecke gelandet. Für eben diese Feier habe ich einen Dawandagutschein in Stoff und Leder eingelöst, da ich zwar eine Clutch brauche, aber alle gefundenen entweder nicht meinen Geschmack trafen, zu klein oder viel zu teuer sind. 
Ich fühle mich total ausgeglichen und glaube, dass selbst der Begriff Konsumkontrolle revidiert werden muss. Immerhin kontrolliere ich nicht, sondern folge den einfachsten Regeln, die selbst Ausnahmen zulassen würden, wenn ich es denn wollte. Dadurch, dass ich mich gut fühle und keine psychischen Leiden oder gar Stress mit Käufen lindern muss, ist jeder Gedanke ungehemmten Kaufens fern.
Source 

Das Experiment wäre theoretisch Ende März beendet, damit ich aber nicht mit krummen Wochen hantieren muss, möchte ich es zunächst bis Mitte April verlängern. Wie sieht es bei euch aus? Ist noch jemand auf den Zug der Konsumkontrolleure aufgesprungen? 

Kommentare:

  1. Bei mir ist es ja tatsächlich schon ein Konsumfasten (nur Verbrauchsgüter, die unbedingt benötigt werden kaufe ich), welches traditionell bis Ostern gehen sollte. Da ich es aber so erschreckend einfach finde, auf Konsum zu verzichten, dass ich mich fast schon ärgere, damit nicht eher begonnnen zu haben, weiß ich nicht, ob ich das überhaupt nochmal aufgeben soll.
    Aber weil das auf Dauer wohl auch nicht so ganz realistisch ist, wird es sicher auf eine Art Konsumkontrolle hinauslaufen.
    Mit den Zeitschriften geht es mir übrigens ähnlich. Alles immer wieder der gleiche Kram. Kann und will ich nicht mehr sehen. Bücher werden nicht mehr gekauft, sondern nur noch ausgeliehen. Das spart Geld und Platz.
    Viele konsumbefreite Grüße von Constanze

    AntwortenLöschen
  2. Du hast mich motiviert und ich habe meine Käufe seit ich dein Experiment verfolge sehr stark reduziert.
    Und ich habe auch angefangen, die Dinge, die ich mir leiste, mehr zu schätzen und zu achten.
    Ganz liebe Grüße, Martina

    AntwortenLöschen
  3. schön, wenn einem etwas, was zunächst wie ein steiler berg aussah, als doch nicht so steil entpuppt :)
    ich merke es auch immer wieder, wie einfach der "verzicht", also das bewusstere einkaufen, doch sein kann. viel freude weiterhin!

    AntwortenLöschen
  4. Für mich ist es schon Alltag, sehr bewusst zu konsumieren. Und ich werde daran wohl kaum was ändern. Denn es bringt ganz viel Gelassenheit und das gute Gefühl, auch mit ganz wenig Konsum auf ganzer Linie zufrieden zu sein! Fazit: Empfehlenswert!

    AntwortenLöschen
  5. Ich finde es toll, dass dir der "Verzicht" so gut gelingt und auch gar nicht schwer fällt. Bei mir ist es inzwischen auch schon Alltag und Gewohnheit geworden, nicht unnötig zu konsumieren. Aber genau wie du auch setze ich mich nicht mit strengen Regeln unter Druck sondern überlege einfach bei jedem Kauf ob ich es wirklich brauche.
    Liebe Grüße, Dani

    AntwortenLöschen
  6. Meine Konsumkontrolle heißt ja Arbeitslosengeld und das tut schon weh. Und zwar nicht, weil ich weniger zum Ausgeben habe, sondern weil ich _gezwungen_ bin, auf die Preise zu achten. Ich habe ja nie viel konsumiert, also sollte der Verzicht eigentlich auch nicht schmerzen. Schon krass, wie schnell man sich an jeden Luxus gewöhnt.

    AntwortenLöschen

Danke und Ahoi!