13 November 2015

Manchmal darf man es knallhart sagen und ehrlich sein..

Ruhig ist es geworden an dieser Stelle. Einerseits wartet die Masterthesis darauf geschrieben zuwerden, andererseits ließ die Gesundheit zu wünschen übrig. Gleichzeitig springen vermehrt die Gedanken herum, dass irgendwas nicht so ist, wie es sein sollte. Ich bin genervt. Angefangen ohne Konzept, Druck und die ganze Scheinwelt drumrum. Bisher ist jede Anfrage zu professioneller Kooperation von mir freundlich abgelehnt und jedes Event galant umschifft worden. Julianes Post hat mir ein wenig die Augen geöffnet, nachdem ich so lang genau an diesem Thema rumgewerkelt habe. Zwar läuft hier nichts auf der Businessschiene und soll es auch nicht, aber sie spricht eben den Nerv an, der des Öfteren schon gereizt wurde. In diesem Zusammenhang und durch Gespräche mit Freunden wurde mir bewusst, dass vielleicht das "Erwünschtheitsgen"  bei mir weniger stark ausgeprägt ist, so dass ich nicht in die Onlinesphäre schreie, keinen steigenden Followerzahlen hinterherrenne und reales Leben ganz gut von dem 2.0 unterscheiden kann. Es wird immer anstrengender für Kopf, Geist und Seele, sich zu oft bei IG, Pinterest, Twitter und auf Blogs rumzutreiben. Blogs lese ich z.B. nur noch äußerst selten, weil sich die Blogs und Posts mit der Zeit so erschreckend ähneln und mir oft die Bloggerseele hinter dem Drang der Professionalisierung Flöten geht. Da schließt sich der Kreis zu Julis Worten. 

Noch dazu strengt es an, dass allen voran Menschen, die mit Scham auf ihre Jugend und ihr Leben [z.B. "vor Instagram"] zurückschauen vermehrt in den Welten der Neuen Medien erscheinen.  Man liest von den Versuchen der Provokation, des Aneckens, der Selbstfindung. Dieser Prozess ist lang, anstrengend und manchmal schmerzhaft, doch er muss gegangen werden, um sich selbst zu erschaffen, zu finden, zu lieben. Seltsam, dass sich der Stolz auf diese vergangene Lebensphase nahezu nie in diesen Posts wiederfindet. Sich über das alte, sich entwickelnde Ich in der Öffentlichkeit zu echauffieren, der beschämende Schrei nach Aufmerksamkeit durch Individualität. Falsch dachte ich, das Gefühl heut angekommen zu sein, obwohl man selbst lediglich noch eine blasse Graunuance des Mainstreams darstellt. Schämt euch lieber für markenaffine Uniformität und billig produzierte Phantasielosigkeit, denn für das was euch eigentlich gefällt und euer Wesen widerspiegelt.
Can you remember who you were, before social media told you, who you should be?
Sich nicht verändern zu lassen war schon immer meine Devise. Unangepasst statt Masse und dabei mit dem eigenen Kopf gern auch durch die Wand. Ich mach mein Ding hier weiter und glaube, dass diejenigen hier weiter lesen, die sich von diesem Erwünschtheits- und Professionalisierungsdrang entweder locker flockig fernhalten oder mit gesundem Menschenverstand rangehen.

Fällt euch diese ganze humane Standardisierung auch auf? Woran liegt es, dass nur noch wenige Blogger die so wichtige Authentizität beherzen? Wie haltet ihr die Waage zwischen dem was euch und den Blog voranbringt und dem was das Feuer der Blogger-Leidenschaft entfacht?

Habt es gut da draußen und denkt dran, dass ihr in dieser Welt auch ohne Inszenierung eures Lebens total erwünscht seid!  ;)

Kommentare:

  1. Ich hoffe, mein Kommentar hat dich erreicht??

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    1. So, dann eben nochmal...

      Ich glaube, dass du mal wieder was sehr Wichtiges ansprichst.
      Meine Intention zu Bloggen war auch nie, ein Business aufzubauen, aber ich erkenne manchmal Tendenzen an mir, die dem Streben nach Perfektion nahe kommen. Und das ist vor allem langweilig. Trotzdem schreibe und fotografiere ich nicht, um zu gefallen. Das ist natürlich auch ein Luxus, weil ich nicht auf das damit verbundene Einkommen angewiesen bin.
      Am wichtigsten ist wohl immer die Motivation dahinter - wie bei allem.

      Ich merke auch, dass ich weniger Blogs lese (ganz genommen habe ich mir heute schon Gedanken dazu gemacht), das ist aber primär meiner Vorstellung geschuldet, wie meine Freizeit aussehen soll. Und an die habe ich extrem hohe Ansprüche - für mich, nicht für andere.
      Allerdings mag ich, genauso wie ich wenige aber gute Freundschaften mag, auch hin und wieder etwas Zeit auf Blogs. Und da habe ich diese wenigen, aber guten Adressen, zu denen ich deinen Blog zähle.
      Wegen Artikeln wie diesem. Beobachtungen wie dieser. Und vor allem der Tatsache, das hinter alledem immer ein Mensch erkennbar ist.

      Liebe Grüße aus dem Süden,
      Vera

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    2. Es ist auch nichts dabei den Blog dann als Business zu sehen, doch es ist die Frage, ob ich Werbetafel sein möchte und der Masse Massenkonformität "predige". Man muss ehrlich sagen, dass die klickreichen, erfahrenen Blogger da anscheinend meist eine gute Balance finden. Bei vielen anderen fällt vor dem Streben nach mehr auf, dass trotz nicht vieler Kooperationen etc. der ehemals persönliche Stil umgeworfen wurde (was absolut nicht heißt viel von sich preiszugeben), um dadurch für Werbung eher in Frage zu kommen. Wobei ich z.B. trotzdem gern bei denen lese, die egal ob Werbung oder nicht, sich nicht zur Werbebeilage machen lassen.
      Perfektion ist meines Erachtens nach überhaupt kein Problem. Das Problem ist eher das Streben nach den vertrockneten Krümeln der großen Torte 😉

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  2. Mir schwirren gerade so viel Gedanken dazu durch den Kopf, so viel Kopfnicken, so vieles was ich ergänzen mag, ... wie wär's mal eben auf Schwatz umme Ecke?
    Was ich im Kern sagen will, finde ich gut was Du schreibst, in mir brodelt es gerade ähnlich, das Bloggerwochenende jetzt wird mir n Kick geben, aber in welche Richtung? Ich weiß es nicht und so bleibt es mit wirrem Blogkopp ersma was stiller bei de Minza.

    Ich denke an Dich, wegen der Masterthesis, sowieso und werde/bleib gesund!
    Leeve Jröß :)

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    1. Bald bin ich in der verbotenen Stadt, da könnte man theoretisch mal reinen Gedankentisch machen ;)
      Wohin man geht, sei jedem freigestellt. Ich denke man sollte nur für sich wissen, dass Professionalität nicht gleich Bloggerglück bedeutet.
      Dass du dich dem Einheitsbrei eh nicht hingibst ist schon mal klar. Ich bin aber sehr gespannt auf alle Gedanken, die da so aufkommen. :)

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  3. Ach Franse, ein so schwieriges Thema. Oder eigentlich nicht? Wir machen auf dem Blog immer was wir wollen. Trotzdem vermisse ich manchmal Persönlichkeit, aber das liegt vielleicht auch daran, dass wir nicht viel Persönliches teilen. Ich lese tatsächlich manchmal gerne diese Einerleiblogs um abzuschalten. Mich berieseln lassen von schönen Bildern. Und dann, wenn ich Zeit habe, lese ich viel lieber Blogs wie deinen. Mit Persönlichkeit und vielen Gedanken hinter den Worten. Den Perfektionswillen bekomme ich trotzdem nicht weg. Fotos vergleiche ich automatisch mit denen anderer Blogs. Darauf kommt es nicht an, ich weiß, aber dann eben irgendwie doch. Der Ästhet in mir vielleicht. Aber dieses ständige Kooperations Gedöns nervt mich. Ich sehe solche Blogs wie Zeitschriften, in denen ja auch immer Werbung vorkommt. Und da kann ich mich ja entscheiden, ob ich sie lese bzw. kaufe oder nicht. Und irgendwie weiß ich nicht so richtig, wie ich hinter diese Gedanken einen Punkt bekommen.
    Ich wünsche dir einfach ein wunderschönes Wochenende. Alles Liebe, starke Nerven und Gute Gesundheit.
    Liebste Grüße
    deine Eva

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    1. Die Persönlichkeit hat meiner Meinung wenig mit dem Ausbreiten von privaten Informationen zu tun, sondern ist genau das, was auch euren Blog ausmacht. Bei den in letzter Zeit gesprossenen Blogs sehe ich diese aber nicht. Ein wenig nett gucken und eher professionell als persönlich von Dingen, Orten etc zu berichten, dass finde ich an jeder Ecke.
      Dann sieht man da aber eben auch die Perlen, jene die sich selten melden, dafür aber berühren, zum Nachdenken anregen, langhaltig inspirieren. Statt eines Punktes freue ich mich über einen schönen Dialog :)

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    2. Hm. Aber doch fühle ich mich Blogs etwas verbundener, wenn ich ein bisschen den privaten Background kenne. Natürlich keine Einzelheiten. Aber so ein bisschen. Ich frage mich manchmal, ob Blogs lesen nicht ein bisschen wie Gala lesen ist. Man schaut nur eben in die Welt von Bloggern, nicht von Stars.
      Liest du solche Einerleiblogs gar nicht mehr? Oder schaust du dir deren Bilder einfach nur noch bei Pinterest an? Der Text dazu ist meist ja sowieso nicht so wichtig. ;) Ich frage mich, weil du unten Astrid geantwortet hast, dass es dich nervt, wenn Leute sagen, sie lesen solche Blogs um dem Alltag zu entkommen.
      Liebste Grüße
      Eva

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    3. Klar schau ich auch auf den "Einerleiblogs" rum, aber ich ertappe mich dabei anhand des Vorschaubildes schon voreingenommen nicht drauf zu klicken ;) Das mit der Alltagsflucht ist für mich nur ein immer ungriffigeres Argument, weil ich zur Ablenkung neben den genannten Apps kaum mehr die 0815 Posts lesen muss, die zumeist ja auch zusätzlich tagelang über die besagten Apps beworben wurden. Meist stehen hinter den Einerleiblogs übrigens trotzdem noch die von dir angesprochenen Persönlichkeiten bzw deren Background, der das Ganze noch ein wenig abhebt.
      Liebe Grüße zu dir! :)

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    4. Das stimmt, dabei ertappe ich mich auch. Meistens weiß man von dem Bild auf Pinterest oder Instagram schon, worum es in dem Post geht. Und dann reichen auch die schönen Bilder auf besagten Plattformen und man muss nichts mehr lesen. Lesen möchte ich dann doch lieber Texte mit eigenen Gedanken und Anstößen.
      Liebste Grüße zu dir,
      Eva

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  4. ich könnt` dich mal wieder knuddeln.
    während ich fast in selbstmitleid versinke weil auf meinem blog nix mehr passiert. weil irgendwie ein wenig die luft raus ist... viel mehr aber das "hab ich eh schon irgendwie überall gesehen" nervt... schreibst du genau darüber.

    blogs sprießen gerade wie pilze aus dem boden. bei dem ein oder anderen hat man das gefühl, dass er direkt mit business-plan online ging. daneben gibt es die über jahre gerne gelesenen die fast nur noch aus werbung bestehen.
    ich werde mit kooperationsanfragen auch nicht richtig warm. will ich meinen blog zum produkt machen? und wenn ja zu welchem preis? dann doch lieber vollkommen ungesponsort und 100% ich.

    ähnlich geht es mir mit blogger-treffen und networking. es gibt blogger denen ich schon im leben 2.0 begegnet bin... mit denen könnte ich mich jede woche zum kaffee treffen. nicht um klickzahlen zu steigern oder meinen blog zu optimieren, sondern weil es einfach ganz tolle menschen sind.

    und ich glaube genau so will ich auch weiter machen. menschen treffen, einfach weil ich sie mag. dinge berichten die ich erzählen will... halloween übergehen weil ich dazu nichts zu sagen habe.

    und ganz wichtig.... deinen blog lesen... und mir weiterhin vornehmen einen trip in deine richtung zu planen.

    ganz liebe grüße und einen guten start ins wochenende,
    julia

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    1. Du bist eine der ersten, die im ganzen Blogmischmasch immer rausstechen und damit eben genau dem massenkonformen (Achtung, du hast auch welche ;)) Eamescharakter nicht entsprechen.
      Man sollte bedenken, dass hinter jeder Professionalisierung auch ein Rattenschwanz hinterzogen wird. Juli hat es ganz gut beschrieben. Um diesem gerecht zu werden, muss ich eben Zeit aufbringen und es zum Business machen. Dazu habe ich persönlich, genau wie du, derzeit keinerlei Ambitionen.
      Auf Klickzahlen schaue ich nicht mehr, seit alles " dumme Rumgeömmel" mehr Klicks bekommt als ein gedankendurchzogener Post.
      Manche Menschen springen einem ja zum Glück auch hier zu, die man auf Anhieb gern mag ;) Für das Frühjahr ist übrigens ein Trip nach Frankfurt geplant. Da könnte man ja theoretisch bei Hoppenworth&Ploch auf einen Kaffee einkehren..

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  5. Ich glaub, ich hab mich gerade auch was überfressen an dem ewigen Blogeinerlei, vor allem in den Lifstyle- und Nähblogs. Es wird schon allerhand vereinheitlicht, ja standardisiert. Das ist, wie wenn man ne ganze Schokolade auf einmal isst...
    Die zunehmende Professionalisierung ( gerade auch bei Juli ) hat mich immer mehr dazu verleitet, neue Posts gar nicht mehr zu lesen, da ich auf irgendwelche ( Werbe-) Botschaften keinen Bock hatte.

    Andererseits schreibe ich inzwischen total gerne Blogposts für meine Great-Women-Reihe oder über Raif Badawi u.ä. ( die allerdings nie mit den Klickzahlen mithalten können, die ich erreiche, wenn ich mich in nem bekloppten Shirt präsentiere ). Das nimmt mich total in Anspruch und tut mir gut, egal ob es Mainstream ist oder nicht.

    Ich frage mich auch schon mal, ob ich zur Blogst oder anderen Treffen müsste, habe aber immer wieder die Möglichkeit, im kleineren Rahmen nette Bloggerinnen kennen zu lernen und zu treffen, das reicht mir dann oft auch schon. Dazugehören um jeden Preis? Das will ich denn auch nicht, dass muss ich in meinem Alter auch nicht mehr...
    Machtet joot!
    Astrid

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    1. Genau für diese Posts schätze ich deinen Blog! Sich über die schreckliche Situation rund um Raif Badawi so weitreichend zu informieren und das Wissen zu teilen, es den Menschen auf die Mainstreamnase zu binden, das ist wofür ich das Bloggen so sehr mag. Natürlich muss es nicht nur politisch sein, doch glaube ich, dass man nur so um die Standardisierung drumrum kommt. Dass solche Posts weniger Klicks haben, zeigt leider gleichzeitig wo wir uns gesellschaftlich befinden. Über lustige Kaufveranstaltungen und Co zu schreiben kommt bei manchen eben gut an. "Man muss jawohl mal dem stressig schlimmen Alltag entkommen!" - eine Aussage bei der ich spucken muss, denn der Alltag wird ja schon genug versüßt durch die kurzlebige Fakewelt von Instagram, Pinterest und Masseblogs.
      Dazugehören um jeden Preis war noch nie eine Option für mich, wobei ich mich immer über die einzelnen wundervollen Menschen freue :)

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  6. Solche Gedanken schwirren mir auch durch den Kopf. Über andere Blogs und über meinen. Wohin soll die Reise gehen? Einige Blogs, die ich früher geliebt habe, finde ich nur noch öde und langweilig. Dabei ist es aber nicht nur eine Werbefrage. Es gibt einige (wenige) Blogs, die durchaus viel Werbung machen, aber einfach lustig, erfrischend und heiter sind. Die mag ich. Natürlich mag ich auch gerne werbelose, tiefergehende Blogs - es ist eben die Mischung. Aber dieses fade Einerlei mit den austauschbaren Bildern und inhaltslosem Text mag ich auch nicht mehr.
    Liebe Grüße
    Jutta

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    1. Die Mischung macht's, genau so ist es. Mir fiel nur der zunehmende Wunsch und Drang der Onlinemenschen auf, in der gängigen Masse unterzugehen. Den eigenen Gedanken und Ideen zu folgen und damit 1000 Klicks weniger am Tag zu erreichen führt anscheinend schon zum Anstieg des Antidepressivaeinwurfs ;)

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  7. Liebe Franse, es ist ja so: Als ich vor nun mehr als 6 Jahren mit dem Bloggen angefangen habe, da verlor ich nicht den einzigsten Gedanken daran, das in irgendeiner Form professionell machen zu wollen. Es war alleine die Freude an der Sache, am Schreiben, am Menschenkennenlernen, am sich-austauschen. Ich war ja ein absolutes Greenhorn in der Beziehung, aber mit der Zeit hatte ich, so denke ich, meinen eigenen Stil raus, ich wollte und möchte nach wie vor schlicht "ich" sein und mich nicht nach irgendwelchen Trends verbiegen! Meine Klickzahlen sind und bleiben mir ziemlich egal. Natürlich freue ich mich, wenn sich innerhalb eines Tages über 1000 Menschen auf meinem Blog tummeln, aber es hat keinen direkten Einfluss auf mein Selbstbewusstsein! ;oD Inzwischen gab es auch schon einige Anfragen namhafter Firmen, ob ich denn wohl eine Kooperation mit ihnen eingehen würde. Nein, das wollte ich nicht. Mein Blog soll werbefrei bleiben, hier will ich tun und lassen, was ICH will. Sobald man Kooperationen eingeht ist man doch irgendwie eingeflochten in ein System, das mir nicht in jedem Fall zusagt und behagt.
    Mein Blog hat sich in den Jahren ziemlich verändert. Früher ging es hauptsächlich um's Wohnen und um DIY dazu. Heute ist er, denke ich, tiefgründiger geworden, dadurch bestimmt auch authentischer und persönlicher. Was andere von mir denken und erwarten, das ist mir völlig Wurscht, ob ich durch meine Gedanken und Meinungen Leser verlieren könnte ebenso. Ich stelle fest, dass viele "alteingesessene" Leser geblieben sind, ein paar sind verschwunden, neue dazugekommen. Das ist der Lauf der Dinge, das ist gut so und macht die Sache spannend! Ich mache mir wenig Gedanken dazu, wie mein Blog sein oder werden soll. Ich poste einfach darüber, was mich grade berührt, was mir begegnet und was mich beschäftigt.
    Selber mag ich Blogs mit omnipräsenter Werbung nicht besonders; Werbung kann für mich sogar ein Grund sein, einen Blog nicht mehr zu lesen.
    Was sich jetzt ein wenig verändert hat, das ist der zeitliche Aufwand, den ich betreibe. Früher wollte ich mindestens so und soviele Post's in einer von mir bestimmten Zeitspanne "abliefern", das war manchmal schon ein wenig exzessiv, heute poste ich, wenn ich Zeit und Lust habe. Ausserdem beschränke ich meine Zeit vor dem Monitor, das Leben findet auch draussen statt! ;oD
    Und sollte ich mal keinen vernünftigen Grund mehr finden, meinen Blog weiter zu schreiben, so wird er auf Eis gelegt. Alles hat seine Zeit!
    Danke dir für diesen Gedankenanstoss mal wieder, ganz liebe Grüsse und hab einen wunderbaren Sonntag!

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    1. Trends hin oder her. Dieses ewige der Masse und damit dem Trebd hinterherrennen, es mit gekünstelten Worten verbloggen und von der ebenso grauen Masse Kommentare ernten. Ich muss gähnen! Vielleicht ist da auch einfach eine Übersättigung zu spüren, die bei Vorhandensein einer Persönlichkeit - das kennst du ja ;), eben nicht zu finden ist.
      Schlimm finde ich übrigens, dass man oft den Drang spürt, dass Posts geschrieben werden müssen und man das eigene Leben auf den Blog auslegt.
      Wir genießen unsere Zeit und bloggen über das was uns wirklich berührt und nicht zu "tollen Kooperationen" und dem schnöden Einerlei ;)

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  8. Sehr schöne Worte hast du hier gefunden und gerade deshalb lese ich deinen Blog so gerne und ich muss auch zugeben, dass es inzwischen einer der wenigen Blogs ist, die ich lese. ich habe in letzter Zeit (auch ein bisschen aus Zeitmangel) meine Leseliste sehr dezimiert denn mir ging es ganz genau wie dir. Authenzität und Persönlichkeit sind mir so viel wichtiger als regelmäßige Posts. Mach weiter so, ich lese mit (auch wenn ich nicht immer einen Kommentar hier lasse)!
    Liebe Grüße, Dani

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    1. Ach Dani, schön zu wissen, dass in der blanken weißen Welt da draußen noch Menschen sind, die ehrliche Worte dem schnöden Blabla vorziehen. Lass uns einfach unser Ding durchziehen und nach guter alter Hippiemanier das Besondere gutheißen :)

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  9. Ach Franse, so ein schwieriges Thema! Ich bin da so zwiegespalten und ich merke immer mehr, dass die Lust am bloggen kaum noch vorhanden ist. Klar habe ich aus Spaß angefangen zu bloggen, aber ehrlicherweise auch immer gehofft, gedacht, gewünscht, dass sich da vielleicht mal was draus entwickelt, beruflich, in Bezug auf meinen Job, das Einrichten...aber nix ist passiert und wenn ich dann sehe, was andere so für Einladungen und Kooperationen bekommen, das frustriert mich! Leider! Und macht mich wütend, dass es mich frustriert! Weil es doch eigentlich egal sein sollte! Weil weil...was weiß ich! Ich hätte sie gerne zurück, die Freude am bloggen...dieses Unbeschwerte!
    Liebe Grüße, Stephanie

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    1. Es ist verdammt schwierig, nur manchmal wundert man sich schon, ob die sogenannten Influencer eigentlich nicht merken, wie oft sie sich online prostituieren. Anders kann man dieses "auf das was die PR-Ochsen lesen wollen hinschreiben" wohl kaum bezeichnen. Auffällig ist halt auch, wie man sich selbst bei Instagram den Firmen in Form hunderter Hashtags und Tags an den Hals wirft - hochschlafen sagte man früher dazu ;) Wenn da keine Freude und nur Zwang ist, dann versteh ich den Rückzug. Ich les aber z.B. auch gern Blogs die mir nicht jeden Tag einen müden Post an den Kopf werden, sondern sich bei Bedarf mitteilen. So wie bei dir, mir und anderen.
      Mit der Zeit wird es sich zeigen, aber vielleicht hilft manchmal die Trennung der Nabelschnur und ein Neuanfang an anderer Stelle. Ich jedenfalls merke, dass Qualität (wie bei dir) im Netz meist weniger wertgeschätzt wird, but that's life <3

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Danke und Ahoi!